Zukunft mit (im) Sys­tem

Hin­ter der Bezeich­nung COMPLETE line ver­steckt sich viel mehr als eine Grup­pie­rung von Klem­me und ­Tech­no­lo­gie. Die Gesamt­lö­sung aus der Verbindungs­technik kann ein wich­ti­ger Bau­stein für die erfolg­rei­che ­Bewäl­ti­gung des ­demo­gra­fi­schen Wan­dels einer gan­zen Bran­che sein.

Bernd Nagu­schew­ski

Man kann das The­ma COMPLETE line rein von sei­ner tech­ni­schen Sei­te her sehen. Typisch ­Phoe­nix ­Con­tact: ein immenses Pro­dukt­port­fo­lio, wel­ches beim Ver­bin­den, Ver­sor­gen und Schüt­zen, Schal­ten und Tren­nen, Über­wa­chen, Auto­ma­ti­sie­ren und Kom­mu­ni­zie­ren jeden Wunsch eines Schalt­schrank­bau­ers in pet­to hat.
Dazu gesel­len sich Pla­nungs-Soft­ware und Son­der­fer­ti­gun­gen, opti­mier­te Pro­zes­se und Bera­tungs­dienst­leis­tun­gen, die das tech­ni­sche Ange­bot kom­plett machen.

Man kann COMPLETE line aber auch ganz anders betrach­ten. So wie Bernd Nagu­schew­ski. Der gelern­te Maschi­nen­bau­er und Fer­ti­gungs­tech­ni­ker ver­tritt näm­lich die Posi­ti­on, dass das Ange­bot von COMPLETE line noch eine ganz ande­re Stoß­rich­tung hat. Es könn­te zudem den Fach­kräf­te­man­gel abfe­dern, der immer stär­ker auch im Schalt­schrank­bau zu spü­ren ist.

Grau macht schlau

Schon seit 1991 ist Bernd Nagu­schew­ski bei ­Phoe­nix ­Con­tact aktiv. Die Welt der Klem­men und ihrer natür­li­chen Behau­sung Schalt­schrank kennt er aus dem Eff­eff. Und auch nahe­zu alle Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten und die Bedürf­nis­se sei­ner Kun­den sind ihm wohl­ver­traut. Kein Wun­der, dass er das Pro­gramm COMPLETE line seit den Anfän­gen kennt: „Wir haben vor rund vier Jah­ren ange­fan­gen, aus ein­zel­nen The­men­kom­ple­xen eine Gesamt­lö­sung zu ent­wi­ckeln. Ziel war und ist es, ein ein­heit­li­ches Pro­dukt­port­fo­lio zu schaf­fen, wel­ches ein­heit­li­che Merk­ma­le besitzt und vor allem funk­tio­nal opti­mal auf­ein­an­der abge­stimmt ist.“

Gera­de die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit des rie­si­gen Hard­ware-Pro­gramms stell­te die Ent­wick­ler zunächst vor eini­ge Her­aus­for­de­run­gen. Aus­gangs­punkt war das Rei­hen­klem­men­sys­tem Clipli­ne com­ple­te, das von der Klem­me mit ver­schie­dens­ten Anschluss­tech­ni­ken und Funk­tio­na­li­tä­ten bis zum stan­dar­di­sier­ten Zube­hör­port­fo­lio reicht.

Zu Beginn nicht ohne Dis­kus­si­on war das ein­heit­li­che Aus­se­hen der Kom­po­nen­ten. „Dem typi­schen Grün alter Schalt­schrank­kom­po­nen­ten wei­nen eini­ge schon noch nach“, schmun­zelt der Prak­ti­ker, „aber jetzt ist das ver­wen­de­te Grau ein­heit­lich, dazu kom­men die funk­tio­na­len Bedien­ele­men­te in Oran­ge. Natür­lich behal­ten die Safe­ty-Kom­po­nen­ten ihr ange­stamm­tes Gelb. Und Schutz­er­de ist auch immer noch Grün-Gelb.“

Brü­cken, Ste­cker, Ver­bin­dungs­ele­men­te, Prüf­ad­ap­ter – „die­ses geschlos­se­ne Sys­tem allein ist schon ein­zig­ar­tig. Bei COMPLETE line haben wir dazu eine Inte­gra­ti­on erreicht, die uns kon­kur­renz­los macht“, ist sich Bernd Nagu­schew­ski sicher. „Das geht von der rei­nen Anschluss­tech­nik über die digi­ta­le Dar­stel­lung in der Pla­nungs-Soft­ware, über die Pro­jek­tie­rung und die Kon­struk­ti­on bis zu Ver­ar­bei­tung und Mon­ta­ge.“

Mehr als Klem­me

Mit der blo­ßen Neu­ge­stal­tung und Abstim­mung der Kom­po­nen­ten war es nicht getan. „Auch die Pro­zes­se haben wir uns genau ange­schaut, unse­ren Kun­den genau auf die Fin­ger geguckt.“ Daher umfasst COMPLETE line auch eige­ne Werke­r­as­sis­tenz­sys­te­me, sowohl auto­ma­ti­siert als auch an Hand­ar­beits­plät­zen. „Damit reagie­ren wir auf die Bedürf­nis­se des heu­ti­gen, mit­tel­stän­di­schen Schalt­schrank­baus.“

Vom Ein­kauf, wo digi­ta­le Daten­sät­ze mit kauf­män­ni­scher Soft­ware ver­knüpft sind, über die Pla­nungs-Tools in der Ent­wick­lung, die eine Vor­kon­fek­tio­nie­rung der benö­tig­ten Kom­po­nen­ten ermög­li­chen, bis zur Umset­zung an der Werk­bank beglei­tet und erleich­tert COMPLETE line die Umset­zung ein­ge­gan­ge­ner Auf­trä­ge. „Es geht dar­um, das Leben des Schalt­schrank­bau­ers ein­fa­cher zu machen.“

Wenn der Fer­ti­gungs­tech­ni­ker einen „sei­ner“ Schalt­schrank­bau­er besucht, dann geht es eben längst nicht mehr nur um Ein­zel­kom­po­nen­ten, son­dern um eine umfas­sen­de Bera­tung. „Wir wis­sen genau, was die Nöte der Kun­den sind. Und da steht das Feh­len von geschul­tem Fach­per­so­nal mitt­ler­wei­le ganz oben.“ Je intel­li­gen­ter Sys­te­me und kla­re Optik die Instal­la­ti­ons­ar­beit erleich­tern, des­to eher kann im Schalt­schrank­bau der demo­gra­fi­sche Wan­del abge­fan­gen wer­den.

Das soll (fast) jeder kön­nen

Fach­kraft im Elek­tro­nik­be­reich müss­te man heu­te sein. Die kön­nen sich in aller Ruhe ihre Jobs aus­su­chen“, seufzt Nagu­schew­ski, fügt dann aber ernst hin­zu: „Es ist ein­fach Rea­li­tät, dass in der Mon­ta­ge die Qua­li­fi­ka­ti­on der Mit­ar­bei­ter nicht steigt, um es mal vor­sich­tig aus­zu­drü­cken. Daher erleich­tern unse­re Werke­r­as­sis­tenz­sys­te­me die Arbeit und redu­zie­ren die Feh­ler­quo­te.“

Ist der lang­jäh­ri­ge Bera­ter beim Kun­den vor Ort, geht es meist nicht um ein­zel­ne Pro­duk­te, son­dern viel mehr um die Abläu­fe im Betrieb. Bernd Nagu­schew­ski erklärt: „Ich muss zunächst ein­mal wis­sen, ob nur Bera­tung benö­tigt wird. Oder ob es um eine Werke­r­as­sis­tenz geht. Also wie die Fer­ti­gung orga­ni­siert ist, wo beim Schalt­schrank­bau der Schuh drückt. Ist ein zwei­ter Besuch sinn­voll, bin ich dann mit einem unse­rer Lean Mana­ger dort, ver­stärkt durch einen Pro­duk­ti­ons­lo­gis­ti­ker und wenn not­wen­dig auch um einen Ent­wick­ler von Arbeits­platz­sys­te­men.“

Die­se Exper­ten ana­ly­sie­ren genau, wo die mög­li­chen Ver­bes­se­run­gen beim Kun­den ver­steckt sind.
„War­um etwa wer­den die Ver­drah­tungs­ka­nä­le nicht dort kon­fek­tio­niert, wo sie auf die Mon­ta­ge­plat­te auf­ge­bracht wer­den? Oder war­um ist das Prüf­feld der mon­tier­ten Schrän­ke nicht direkt am Waren­aus­gang?“ Häu­fig sind die Din­ge, die den Pro­duk­ti­ons­pro­zess der Kun­den behin­dern, tri­vi­al, wer­den aber, da his­to­risch gewach­sen, gar nicht mehr gese­hen. Da sind die Lösun­gen schnell umge­setzt.

Wir ent­wi­ckeln für unse­re Kun­den auch gan­ze Arbeits­platz­sys­te­me bis hin zu Beschrif­tung, Ver­pa­ckung und Kom­mis­sio­nie­rung. Und da das ange­passt wird an die Rea­li­tä­ten vor Ort, wird dadurch der Ablauf auch wirk­lich zukunfts­si­cher. Nur die Fach­kräf­te, die muss sich der Schalt­schrank­bau­er sel­ber suchen, ansons­ten sind wir beim The­ma Schalt­schrank tat­säch­lich ‚com­ple­te‘.“

Phoe­nix Con­tact Com­ple­te Line

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