Unter der Metropole durch

24 Stunden, eine Metropole, möglichst viele Verkehrsmittel mit Bezug zu Lösungen von Phoenix Contact – zweiter Teil der Reise kreuz und quer durch die holländische Großstadt. Diesmal geht es um die individuelle Mobilität im Untergrund.

Alter (links) und neuer (rechts) Coentunnel

Tunnel-Tour

Auch das nächste Infrastrukturprojekt steuern wir mit dem Auto an. Es geht in den Amsterdamer Hafen. Zwischen Hafenbecken und hohen Absperrungen nähern wir uns einer Tunnelanlage. Denn obwohl Amsterdam selber schon unterhalb des Meeresspiegels liegt und der sandig-schlammige Untergrund alles andere als ideal ist, wimmelt es in der Metropole von unterirdischen Verkehrswegen. Was kein Wunder ist, wenn sich oberhalb der Grasnarbe Brücken, Schleusen, alte Bausubstanz und reichlich Wasserwege tummeln.

Einfahrt neuer Coentunnel

„Die zwei Coentunnel sind ebenfalls Bestandteil des A10-Autobahnrings um Amsterdam“, erklärt Mischa Braam. „Die erste Röhre wurde schon 1966 in Betrieb genommen, die zweite erst 2013. Sie unterqueren den Noordzeekanaal und Teile des Hafens. Der Coenhaven ist Namensgeber und liegt gleich nebenan. Bevor es den Tunnel gab, mussten die Autos mit der Fähre „Hempont“ die Wasserfläche queren. Das Verkehrsaufkommen lag damals bei etwa 5.800 Autos täglich. Heute passieren etwa 200.000 Fahrzeuge den Tunnel.“

Vorn Tunnel, hinten Hafen

Die alte und die neue Tunnelröhre bieten zusammen neun Fahrspuren, wovon zwei flexibel in beide Richtungen befahrbar sind, um erhöhtem Verkehrsaufkommen ebenso flexibel begegnen zu können.

Hier wird die Tunnelbeleuchtung mit Steuerungsmodulen von Phoenix Contact realisiert. Licht in einem Tunnel ist in verschiedene Lichtzonen eingeteilt, die sich so steuern lassen, dass der Fahrer weder ins Dunkle fährt noch bei Ausfahrt vom plötzlichen Sonnenlicht geblendet wird. Nachts wird diese Steuerung jedoch umgekehrt, in der Dämmerung allmählich angepasst.

Elektronische Steuerung und Kommunikation ist auch nötig, wenn die Signale auf den Quertraversen über der Fahrbahn auf den Verkehrsfluss reagieren müssen. Außerdem müssen die Kameraeinheiten ihre Daten ebenso an eine Verkehrsleitwarte senden. „Für solche Anwendungen entwickeln wir gerade zusammen mit unseren deutschen Kollegen eine Lösung, die einfach aufzustellen und anzuschließen ist. Der Datentransfer kann dann etwa mit Radioline drahtlos realisiert werden.“ Ideal, wenn etwa schon bestehende Anlagen erneuert oder erweitert werden müssen.

Facts: Coentunnel

Baujahr: 1. Röhre 1961 – 1966, 2. Röhre 2009 – 2013
Länge: 1283 m
Breite: 2 Röhren, 9 Spuren
Verkehrsaufkommen: ca 200.000 Fahrzeuge pro Tag

Lösungsbeispiele

Tunnel können wir. Und das auch weltweit, nicht nur in Amsterdam. Denn zum einen sind wir Experten, wenn es um sichere Energieversorgung in der Röhre (und nicht nur da!) geht. Und zum anderen ist auch der Datenverkehr eine Stärke von Phoenix Contact. Und das vom Sensor bis zur Leitwarte, von der Kamera bis zur Signalsteuerung. Ob kabellos oder per Draht.
Licht, Strom, Ventilation und Luftversorgung sowie Überwachungstechnologie gehören zum komplexen System von Tunneln.

Überblick Tunnel-Technologie Phoenix Contact
Tunnelbeleuchtung
Cholfirst-Tunnel Schweiz
Lopper-Tunnel Schweiz

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