Par­ken unterm Par­terre

Wenn das auto­mo­bi­le Schätz­chen unter die Erde befoh­len wird und die Sys­te­me von Klaus Mul­ti­par­king im Spiel sind, dann ist nicht das Ende der tech­ni­schen Lebens­zeit
erreicht. Es wird nur ganz beson­ders raf­fi­niert ein- und weg­ge­parkt. Damit das gut geht,
wachen Elek­tro­nik­kom­po­nen­ten aus Blom­berg über Wohl und Wehe von Vehi­kel und Besit­zer.

Platz ist ein kost­ba­res Gut. Egal ob in Park­haus oder pri­va­ter Gara­ge, auf öffent­li­chen Stra­ßen oder hei­mi­schem Grund – wenn das Auto­mo­bil nicht mehr mobil sein soll, son­dern abge­stellt, dann kann der Traum aus Blech zur ner­vi­gen Belas­tung wer­den. Genau hier set­zen die Lösun­gen eines inno­va­ti­ven Fami­li­en­un­ter­neh­mens aus dem All­gäu an.

Dabei haben die unter­neh­me­ri­schen Wur­zeln der Fami­lie Klaus mit dem Gegen­teil ihrer heu­ti­gen Akti­vi­tä­ten begon­nen. Zu Beginn stand näm­lich die Fort­be­we­gung und nicht deren Still­stand im Fokus: 1907 wur­de eine Wag­ne­rei in der Nähe von Bad Tölz gegrün­det. In den 30er Jah­ren des letz­ten Jahr­hun­derts setz­te sich das Bekennt­nis zur Mobi­li­tät mit der Eröff­nung eines Karos­se­rie­bau­be­triebs fort. Sogar eine Fahr­zeug­fa­brik wur­de gegrün­det. In der Nach­kriegs­zeit fer­tig­ten die All­gäu­er dann Nutz­fahr­zeug­auf­bau­ten, wag­ten sich an die Her­stel­lung von Karus­sel­len und bestück­ten bis in die 80er Jah­re sehr erfolg­reich den Uni­mog mit Bag­ger- und Lade­kran­sys­te­men.

Par­ken mit Stil

Tief­grei­fen­de Kennt­nis­se in Sachen Karos­se­rie- und Stahl­bau, Hydrau­lik- und Steue­rungs­sys­te­men und Fer­ti­gungs-Know-how waren also reich­lich vor­han­den. Und da schon in den 60er Jah­ren ers­te Park­platz­pro­ble­me auf­tra­ten, zück­ten die Inge­nieu­re wie­der ein­mal ihre Stif­te und ent­san­nen die ers­ten Park­sys­te­me. Mobi­le ohne Pro­ble­me zu Immo­bi­len machen: Seit 1964 wer­den die­se Sys­te­me in einer eigen­stän­di­gen Fer­ti­gungs­stät­te rund zehn Kilo­me­ter vom ursprüng­li­chen Fir­men­sitz in Mem­min­gen gebaut.

Aus die­sen Anfän­gen ist mitt­ler­wei­le ein welt­weit agie­ren­des Unter­neh­men mit 230 Mit­ar­bei­tern und Akti­vi­tä­ten rund um den Glo­bus erwach­sen. Im Mit­tel­punkt steht die Ent­wick­lung und Her­stel­lung von teil- und voll­au­to­ma­ti­sier­ten Park­sys­te­men. Seit 1963 wur­den mehr als 25.000 Pro­jek­te rea­li­siert, wie Klaus Mul­ti­par­king stolz mel­det. Allein in Deutsch­land ent­spricht das rund 450.000 Stell­plät­zen, welt­weit wur­den etwa 700.000 Stell­plät­ze durch das Wir­ken des Fami­li­en­un­ter­neh­mens geschaf­fen. Wohn- und Geschäfts­häu­ser, Ein- und Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser, Büro­ge­bäu­de, Hotels, Tief­ga­ra­gen und Park­häu­ser – Klaus Mul­ti­par­king ist über­all gefragt, wo Platz ein rares Gut ist.

Die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät im Stamm­werk in Aitrach ist mit 12.000 Ein­hei­ten pro Jahr aus­ge­las­tet. Die zum Teil mas­si­ven Stahl­ele­men­te wer­den auf hoch­au­to­ma­ti­sier­ten CNC-gesteu­er­ten Laser- und Bie­ge­ma­schi­nen her­ge­stellt und anschlie­ßend direkt in ein auto­ma­ti­sches Hoch­re­gal trans­por­tiert. In den benach­bar­ten Räu­men fin­den neben der Ent­wick­lung auch der Auf­bau sowie die Ver­drah­tung und Prü­fung der elek­tro­ni­schen Kom­po­nen­ten und Schalt­schrän­ke statt.

Rauf und Run­ter ohne Risi­ko

Dani­el Schäft­ner

Bei den Park­sys­te­men wer­den soge­nann­te Ket­ten­wäch­ter im Bereich der höhen­ver­stell­ba­ren Ebe­nen ver­wen­det, um bei einem tech­ni­schen Defekt Gefah­ren für die Nut­zer zu ver­mei­den. Bis­her wur­den die Ket­ten­wäch­ter durch End­schal­ter über­wacht, die die Anla­ge bei einem Scha­den an der Ket­te abschal­ten. Aber durch die Ver­schal­tung meh­re­rer Park­sys­tem-Ein­hei­ten kam es immer wie­der zu Span­nungs­ver­lus­ten, die dazu führ­ten, dass ein siche­res Schal­ten der ver­bau­ten Akto­ren nicht mehr mög­lich war. Als lang­jäh­ri­ger Kun­de kann­ten die Inge­nieu­re rund um Dani­el Schäft­ner, Team­lei­ter Elek­tro­tech­nik auto­ma­ti­sche Park­sys­te­me bei Klaus Mul­ti­par­king, bereits zahl­rei­che Pro­duk­te von Phoe­nix Con­tact wie Strom­ver­sor­gun­gen der Pro­dukt­fa­mi­lie Quint, Rei­hen­klem­men, Kop­pel­re­lais und PTFIX-Ver­tei­ler­blö­cke.

Mit den nur 16 Mil­li­me­ter schma­len Relais­mo­du­len aus der Pro­dukt­fa­mi­lie Rif­line com­ple­te wur­den die instal­lier­ten End­schal­ter ersetzt. Die sind so kon­stru­iert, dass die Schlie­ßer- und Öff­ner­kon­tak­te eines Relais mecha­nisch mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Durch die­se Zwangs­füh­rung wird zuver­läs­sig ver­hin­dert, dass sich Schlie­ßer und Öff­ner gleich­zei­tig schlie­ßen und es so zu gefähr­li­chen Öff­nungs­feh­lern kommt.
Neben die­sen sicher­heits­re­le­van­ten Aspek­ten freu­en sich die Mit­ar­bei­ter in der Fer­ti­gung
in Aitrach auch über die Mög­lich­keit, neben dem klas­si­schen Schraub­an­schluss auch auf die
Push-In-Tech­no­lo­gie zurück­grei­fen zu kön­nen. Die erlaubt das werk­zeug­lo­se Ste­cken mas­si­ver und fle­xi­bler Lei­ter mit Ader­end­hül­se schon ab einem Anschluss­quer­schnitt von 0,14 Qua­drat­mil­li­me­tern. Das steck­ba­re Brü­cken­sys­tem redu­ziert den Ver­drah­tungs­auf­wand und freut daher sowohl Werker als auch Con­trol­ler. Im Ver­gleich zu kon­ven­tio­nel­len Draht­brü­cken sin­ken die Ver­drah­tungs­tä­tig­kei­ten deut­lich und ermög­li­chen somit eine ein­fa­che und effi­zi­en­te Poten­zi­al­ver­tei­lung.

Auf­grund der steck­ba­ren Aus­füh­rung der Modu­le ist eine pro­blem­lo­se und schnel­le Erwei­te­rung etwa um eine Zeit­funk­ti­on mög­lich.

So bleibt die Ver­sen­kung unter die Erd­ober­flä­che ein platz­spa­ren­des und mate­ri­al­scho­nen­des Ver­gnü­gen. Aus den Augen, aber den­noch ganz im Sinn – da macht selbst Par­ken Spaß!

Klaus Mul­ti­par­king
Phoe­nix Con­tact Rif­line Com­ple­te

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